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Glasknochenkrankheit beim Teckel
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Der
Erbgang ist rezessiv, die Mutation muss also in beiden Eltern Tieren
vorhanden sein, nur dann erkrankt der Teckel. Demzufolge müssen bei
erkrankten Hunden ( nicht bei Anlagenträgern ) beide Elterntiere Anlageträger sein. Deshalb gilt es,
Zuchttiere daraufhin zu überprüfen, ob sie frei von der mit OI bezeichneten
Anlage sind. Der neue Gentest weist die OI Mutation nach. Alle Elterntiere
von betroffenen Welpen, die äußerlich nicht von erbgesunden Teckeln zu
unterscheiden sind, sind mischerbige Träger der Mutation. Sie werden selber
auch nicht erkranken. |
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Ist ein Welpe Erbgesund getestet worden, spielt es keine Rolle, ob eventuell beide Eltern oder ein Elternteil Anlagenträger war oder ist, er wird mit einem
Erbgesunden Partner grundsätzlich Anlagenfreie Welpen zeugen. |
Mink und Flamme sind beide Anlagenträger. Wer Mink als Deckrüden benutzen möchte, sollte das von mir aus nur mit einer Anlagenfreien Hündin. Er muss dann die Welpen untersuchen lassen und nur Anlagenfreie Welpen sollten dann an Jäger verkauft werden, die damit eventuell weiter züchten möchten, für denjenigen, der nicht züchten möchte ist diese Krankheit völlig unwichtig. Für mich sind die Anlagen vom Flamme so wichtig, dass ich darauf nicht verzichten möchte. Geplant ist ein Wurf mit einem Anlagefreien Rüden um dann
mit einem Nachkommen weiter zu Züchten der Anlagenfrei ist. |
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Glasknochenkrankheit (osteogenesis imperfecta) bei unseren Dachshunden
Am 13.08.10 ließ der Präsident des Deutschen Teckelklubs (DTK) ein Rundschreiben an die Mitglieder des Erweiterten Vorstands des DTK verteilen, das sich in fünf Anhängen mit der Glasknochenkrankheit (osteogenesis imperfecta), kurz OI genannt, beschäftigt. Dies ist umso erstaunlicher, da zwei der Anhänge bereits als Artikel für das Mitteilungsblatt des DTK DER DACHSHUND - Ausgabe September 2010 vorgesehen sind. Wenn knapp 3 Wochen vor Erscheinen der Klubzeitschrift ein derartiger Rundbrief verteilt wird, erscheint dies mehr als ungewöhnlich, und es macht sich vielleicht mancher Züchter und manche Züchterin Gedanken darüber, ob eine plötzliche Bedrohung unserer Dachshundrasse besteht oder ob eine neue Erkrankung mit Gefährdung der Gesundheit unserer Dackel bevorsteht und ob sofortige Maßnahmen ergriffen werden müssen, um dieses Fiasko von unseren Hunden abzuwenden.
Ich kann die Züchter und Züchterinnen des Bayerischen Dachshundklubs (BDK) beruhigen. Nichts von alledem ist zu befürchten. Mit dem betreffenden Rundschreiben soll nur darauf aufmerksam gemacht werden, dass es jetzt einen Gentest auf OI gibt. Die OI ist keine neue Krankheit sondern beim Menschen schon seit Ende des 17. Jahrhunderts bekannt. Wie fast alle Krankheiten der Humanmedizin gibt es sie auch im Tierreich, in unserem Fall beim Dackel. Dass diese Krankheit, die durch extreme Knochenbrüchigkeit, veränderte Zähne und Blauverfärbung der Skleren (Augenweiß) auffällt, so wenig bekannt ist, liegt einfach daran, dass sie sehr selten vorkommt und nicht mal allen Tierärzten bekannt ist. Im BDK ist mir persönlich bisher kein Fall dieser sehr seltenen Krankheit bekannt geworden. Die meisten dieser an OI erkrankten Welpen sterben bereits während oder kurz nach der Geburt auf Grund der mitunter zahlreichen Knochenbrüche. Es könnte sein, dass bei den 6,9 bis 8% der gemeldeten toten Welpen, auch solche, die mit OI behaftet waren, verstorben sind, die allermeisten wohl eher an Geburtsschwierigkeiten, Narkosewirkung beim Kaiserschnitt, bakterielle und virale (Herpes) Infektionen oder angeborenen schweren Missbildungen. Mit Sicherheit ist die Zahl der an OI erkrankten Tiere verschwindend gering, sonst wäre diese Erkrankung schon längst ins Blickfeld der Tierärzte und Züchter/innen geraten.
Beim Menschen wird die OI dominant vererbt, beim Hund soll der Erbgang rezessiv sein. Trotzdem kann beim Menschen der Fall auftreten, dass von völlig gesunden Eltern ein an OI erkranktes Kind geboren wird. Der Grund hierfür ist die „Spontanmutation“, also eine plötzlich auftretende also nicht erwartete Genveränderung.
Die theoretische Überlegung, die OI auszurotten, wenn nur noch mit anlagefreien Hunden gezüchtet wird, ist wissenschaftlich nicht haltbar. Über die Fehlerquellen bei genetischen Untersuchungen hat Herr Prof. Tosso Leeb gerade erst im Augustheft 2010 von "Unser Rassehund", dem offiziellen Magazin des Vereins für das Deutsche Hundewesen (VDH), hingewiesen. Mit Sicherheit werden wir in den nächsten Jahren noch etliche Gentests angeboten bekommen. Wenn wir dann jeweils sämtliche Anlagenträger für bestimmte Erkrankungen aus der Zucht nehmen würden, so hätten wir in kürzester Zeit keinen Genpool und somit keine Dackel mehr. Einen vom Erbgut her gesunden Hund züchten zu wollen, ist reine Utopie und auch nicht möglich.
Es sollte das angestrebte Ziel eines Züchters / einer Züchterin sein, dem Welpenerwerber / der Welpenerwerberin einen phänotypisch (äußerlich erkennbar) gesunden Hund zu übergeben. Ich verweise hier nachdrücklich auf den richtungsweisenden Artikel in DER DACHSHUND - Ausgabe April 2008 von Frau Dr. H. Eichelberg unter dem Titel "Gedanken zur zeitgemäßen Hundezucht"!
Abschließend möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass es sich bei der seltenen OI um ein reines Züchterproblem handelt, weil der erkrankte Welpe in aller Regel gar nicht bis zum Abgabetermin lebt.
Vielleicht konnte ich Ihnen, den Züchtern und Züchterinnen des BDK, einige Denkanstöße vermitteln, wie Sie mit dem angebotenen Gentest auf OI umgehen wollen bzw. Ihre Anstrengungen weiter darauf konzentrieren, Dackel zu züchten, die nicht von Krämpfen geschüttelt werden, die nicht wegen Bandscheibenschaden schlimmste Schmerzen erleiden, die nicht in der 2. Lebenshälfte wegen Herzfehler erbärmlich ersticken.
Ihr Landeszuchtwart des BDK Dr. Karsten Schoeler
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