Jagdwitze Teil 6

 

 

Was sagte der Alte Oberförster aus dem Osten....      


Nur der hat den meisten Keileranlauf, der selber noch 

den Duft einer rauschigen Bache am Pinsel hat“.

 

 

 

 


Ein wunderschöner Spätsommermorgen. 
Im Wald auf einer kleinen Lichtung durchdrang die noch tiefstehende Sonne den aufsteigenden Nebel. 
Die Vögel zwitscherten und alles begann zu erwachen. 
Ein Hirsch kam aus dem Dickicht und röhrte.
Da kam ein Wanderer des Weg's und sagte: "So ein Kitsch!"

 


Heiße Diskussion am Jägerstammtisch. Immer neue
Punkte wurden gefunden, um beim Vergleich zwischen Mensch und Tier frappierende Ähnlichkeiten festzustellen.
 
»Und es gibt doch einen gravierenden Unterschied«, meinte trocken der Harm. »Und der wäre«, riefen sie alle?
 »Ein Tier säuft keinen Alkohol und raucht keinen Tabak!«
,  

 

 

Die Schweißprüfung

Schlecht geschnüffelt, hochgeguckt,
eine kleine Maus verschluckt,
Fand den Ort nicht, wo gewinkelt,
mehrfach in die Spur gepinkelt,
Einmal dann "Verwundt" vergessen,
Gänseblümchen aufgefressen,
Hundeführer schlimm genarrt,
zweites Wundbett durchgescharrt,
Zwei Hundehaufen schön platziert,
toten Maulwurf exhuminiert,
Schweißleine dann noch durchgekaut,
hinterm Hasen abgehaut.

Bin der liebste Teckel doch von allen,

Die Richter sagten: Durch-ge-fallen !

 


"So jetzt gehst Du da raus und sagst ist keiner Zuhause!"

 

 

Als Jäger hat er nie getroffen und sein Leben war auch sonst nie das wahre. Als er dem Jagdfreund seinen Abschied  ankündigt und ihn fragt, was wohl einfacher wäre, Strick oder Büchse, meint der nur trocken: „Um Himmelswillen nicht die Büchse, du könntest einen anderen treffen“.

 

Er war nicht der Beste auf der Jagd.
Als es mal wieder nicht so richtig lief, meinte er nur: 
„Es ist mir unbegreiflich, dass es Völker gegeben hat,
die sich nur von der Jagd  ernährt haben.  

 

Hinnerk kommt mit dem Hasen aus dem Treiben. Harm guckt sich lange den Hasen an. „Wat hest al to kieken“ fragt Hinnerk, der sich so richtig über den Jagderfolg freut. „ Ik mein bloot, wat mutt dat en Pechvogel west hemmen“.

 

Zum Schluss der Begrüßungsrede, bei der Treibjagd, meint der Pächter noch: 
„Nu past bloß up bit scheeten, dat ji  jo neet gegensitig anschetten.
Ich heb den immer sovöl  schrievereen  dormit“.

 

 

 

"Also, ich verstehe dich nicht Paul. Du hast doch ein gutes Einkommen und läufst trotzdem mit diesem unmöglich schäbigen Hut herum!"
"Weißt du, lieber Egon, dass muss sein. Das ist nämlich mein Glückshut. 
Immer wenn ich diesen Hut aufsetze, 
weigert sich meine Frau, mich zu begleiten.
Und ich kann alleine auf die Jagd gehen!"

 

Hinnerk und Harm sind auf dem Landkreis. Irgendwie kommt Harm nicht drum herum, er muss Hinnerk zur Treibjagd einladen, auch wenn er ihn lieber nicht dabei hat. 
Er überlegt und überlegt und dann kommt ihm der rettende Gedanke. Er gestaltet eine wirklich schöne schriftliche Einladung und versendet sie dann eine Woche vor dem Termin mit der Dienstpost und der Aufschrift : 
Wichtige Dienstsache. Und richtig, als Hinnerk  die Post öffnet, ist die Treibjagd längst vorbei.

 

 


IHRE  VERSION:

Er war ganz komisch, als ich in dem Lokal ankam. Erst habe ich gedacht, es wäre, weil ich ein bisschen zu spät gekommen war, aber er hat keine Bemerkung dazu gemacht. Irgendwie war unsere Konversation schwerfällig und ich dachte, es wäre vielleicht eine gute Idee, das Ambiente zu wechseln und irgendwo hinzugehen, wo wir ungestörter sind und mehr Ruhe haben, um uns zu unterhalten. Wir sind dann also in ein Restaurant gegangen, aber das hat leider nichts geändert.
Ich habe versucht, ihn ein wenig aufzuheitern, aber nichts funktionierte, und dann kam mir in den Sinn, dass es vielleicht an mir liegen könnte. Ich habe ihn gefragt, ob irgendwas wäre, und er meinte, nein, es wäre alles in Ordnung, aber wirklich überzeugt hat mich das nicht. Wie dem auch sei, auf dem Weg nach Hause habe ich ihm gesagt: "Ich liebe Dich", und als Antwort hat er einfach nur seinen Arm um meine Schultern gelegt. Wie soll ich das deuten? Als wir bei ihm angekommen waren, war ich schon ziemlich in Sorge und ich habe ihn gefragt, ob er vielleicht seine Ruhe haben will, aber er hat sich einfach nur vor den Fernseher gehängt. Ich habe es dann aufgegeben und bin zu Bett gegangen. Zehn Minuten später ist er dann nachgekommen; wir haben miteinander geschlafen, aber selbst danach wirkte er immer noch als wenn er gar nicht wirklich da wäre
Ich wäre beinah noch aufgestanden und gegangen, aber am Ende bin ich doch eingeschlafen, mit Tränen in den Augen.

Ich weiß wirklich nicht, was in ihm vorgeht....vielleicht hat er ja sogar eine andere?

"SEINE" VERSION

Mist Jagdtag, alle anderen hatten wenigsten zwei Hasen, bei mir kam keiner und zu guter Letzt vor der ganzen Korona den Fuchs klassisch vorbeigeschossen und der dusselige „ Stickstoff Willy“ erledigt ihn mit dem ersten Schuss.

Das einzig Gute, abends hab ich noch vernünftig  gebumst.

 

 



 


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 Was meinte der Alte Oberförster:
                
                   Liebe vergeht, Hektar besteht !

 

 

 

 

Hinnerk und Harm sind auf der Drückjagd im Osten. Es ist Januar und beide haben den Stand gleich nebeneinander.
Beide zum ersten mal dabei und als das Stück Rehwild mitten zwischen ihnen durch will, fällt es sofort. 
„ De heb aber gaut kreken“ meint Hinnerk. „Wat“ sagt Harm „heest du überhaupt schotten“.
Der schönste Streit ist im Gang und keiner will nachgeben. Der Förster kommt hinzu, wirft einen Blick auf das Reh und fragt dann kurz und knapp „ Wer hat den Bock geschossen“! 

 Hinnerk erfasst als erster die Lage „ Ich habe gleich gesagt, dass Harm ihn erlegt hat“.

 

 

Er hatte sich einen Geländewagen gekauft und fuhr das erste Mal damit ins Revier. Dort kurvte er herum, was das Zeug hielt. Später stand im Unfallbericht: 
»Ich schaffte den Fünfundvierzig-Grad-Hang elegant, geriet am Kamm in eine Kultur, durchfuhr sie mit Vollgas, dann durchbrach ich einen Weidezaun, fuhr die Böschung hinab, überschlug mich dreimal, schlitterte dahin und verlor dann die Gewalt über mein Fahrzeug.«

Meinte der Vollkaskoversicherer mitleidig:
»Da haben Sie ja Glück gehabt, dass sich nicht noch ein Schuss gelöst hat!«

 

 

»Sag mir mal ehrlich, hat Dein Mann noch nie einen Fremden mit Dir erwischt?«
»Nein, es waren alles Freunde von ihm.«

 

 

Eng, eng, sprach der Fuchs
und nahm die kleine Feldmaus von hinten.

 

 

Hinnerk wurde durch die Arbeit zu stark von seinen natürlichen Pflichten gegenüber dem zarten Geschlecht abgelenkt.

Das bekümmert ihn, und er tolerierte, wenn sein zerstreuungsbedürftiges Evchen unter kundiger Führung der Jagd frönte.

Aber heut sieht er zum Erbarmen aus.
Seine rosigen Bäckchen gleichen Rosinen, sorgenzerfurcht.

Dabei wissen alle, sein geliebtes Weib ist trostlos brav und keusch, aber ihn beunruhigt ein Loch in ihrem Strumpf.

Das heißt, das Loch ist auch noch da, als sie nach abendlicher Pirsch harmlos und fröhlich heimgetrabt kommt, aber das Loch ist jetzt auf dem anderen Bein!

 

 

Harm hat ein Mustergut gepachtet. In der Heide.
Liegt es an der Wirtschaftsweise, liegt es am Personal?
Einen
unmittelbaren Ertrag wirft die Klitsche nicht ab.

Aber Harm lässt sich nicht entmutigen. Er ist die Güte selbst und packt die Säumigen am Rockknopf des Gewissens.

Als die Jagd wieder aufgeht, hat er in seinem Gelände ein Schild aufgehängt:

„Jäger, Vorsicht! Bitte auf nichts schießen, was sich nicht bewegt.
Es könnte mein Knecht sein!"

 

 

Hinnerk hatte mal einen Kurs als Bauchredner bei der KVHS besucht!

Das kam ihm auf der Jagd zugute.

Als zwischen ihm und Harm ein irrsinniges Häslein entfleuchen wollte, ballerten beide drauf los und dann nochmals drauf.
Das vertrug Häschen nicht, legte sich um und starb.

Wem gehört der Hase? Knobeln ergab dreimal remis. Da entschied Häschens piepsige Stimme: „Der Hinnerk hat mich geschossen!"

 

 

Die künstlerische Kultur im zweiten Nachkriegsdeutschland
ist umstritten.
Die Jagdmalerei hat sich erfreulich wenig von der Naturanschauung entfernt, weshalb man dulden muss, dass die Zunftkritik nicht hinter der Zeit zurückbleibt und jagdliche Idylle in Bausch und Bogen abtut. 
Trotzdem, Hinnerk gefallen die Bilder.
In staunend stummer Versunkenheit steht er vor Renoirs berühmtem Bild der nackten Diana, die soeben den Hirsch erlegt hat. 
Die so sehr geschätzten Linien der Göttin markieren
sich scharf, und Hinnerk ist nicht wegzukriegen. Lange trinkt er die nackte Schönheit in sich. - Peinlich lange. -
Endlich reißt er sich los.
„Ausgeschlossen, sag ich, mit dem Pfeil hätte sie
den Hirsch nicht umgelegt!"

 

 

Selbst der Waldgenosse aus kulturfernen Zonen muss sich nach Generationen einen neuen Filz kaufen. Sie denken sich das sicher gar nicht so schwer? Schwarzpulver zum Beispiel ist so weit.
Zuerst stülpt er verschiedene Hüte auf, um die richtige Weite
zu finden. Dann wählt er Muster, prüft die Farbe und entschließt sich für ein Band.

Schließlich hält er den Hut seiner Wahl etwas von sich,
beäugt sich forschend im Spiegel von hinten, von vorn, schnippt ein nicht vorhandenes Staubkörnchen weg - zahlt und geht. 
Draußen wirft er den Kopfdeckel in den Rinnstein, trampelt mit beiden Füßen darauf und schließt die Behandlung mit einem kräftigen Tritt.

Dann hebt er ihn auf, klopft ihn an den Keulen ab und setzt
das Ding befriedigt auf.
Tja, das ist nun mal so, einem Jäger darf man nicht ansehen,
dass er einen neuen Hut hat.

 

 

Plötzlich war Hinnerk Vegetarier geworden.
Wer ihn kannte, glaubte, die Sache würde weniger lange leben als ein Luftballon in einer zahlreichen Kinderschar.
Irrtum, Hinnerk wurde darüber hinaus noch Abstinenzler. Es war eine Orgie des Mutes, wenn er entgegen allem Ahnenkult inmitten trunkfester Waidmänner und dampfenden Punsches - eine Limonade bestellte.
Mit natürlicher Würde und rührender Verbindlichkeit öffnet er das Fläschchen mit anti-alkoholischer Flüssigkeit. Pschschscht - dieses Gesöff hat mitunter solche Eigenart, es zischt es seinem Vis-a-Vis, einem der rührigsten Getränkevertilger, ins Brustbild.

Mit reizend nachsichtigem Lächeln wringt er sich aus, nimmt schnell einen Schluck von seinem Feuerwasser und meint, es wäre so schlimm nicht, denn
 „In den Mund ist ja
Gottseidank nichts gekommen!"

 

 

 

Ein sehr feiner Herr und toleranter Mann war sehr bescheiden.
Der struppig schäbige Jagdfilz und seine agrarische Gesichtsverzierung dokumentierten ihn als geborenen Jäger. Bei Würstchen und Salat gratulierten wir dem trefflichen Schützen. Auf einem Stand hatte er von 16 Hähnen 15 heruntergeholt. Er empfand die Ehrung als peinlich und wehrte bescheidenen Blickes.

„Aber bitte, meine Herren, keine Faxen,
ich habe alle 16 vorbeigeschossen, bis auf die 15."

 

Es war, wie gesagt, Mitte September am Zufluss des Großen Meers. Fünf Jäger tragen sich mit garstigen Mordgedanken, mit blanken Rohren und Schrot Nummer Drei. Da geht wie ein Sektkorken ein junger Erpel hoch. 
Fünf Schüsse krachten. Der Erpel versinkt im Wasser.
Er war durch das eingeschossene Blei so schwer geworden, dass er untergehen musste.

 

 

Harm hat bei der Treibjagd schon gewaltig einen gehoben und Hinnerk sein Jugendfreund aus Kindertagen fällt ihm immer mehr mit seinem Gerede auf die Nerven. Als er mal dazwischen kommt, erzählt er Hinnerk von seinem Traum in der letzten Nacht. 
Du, ich stand an der Himmelspforte, aber Petrus wollte mich nicht einlassen.
 „ Jäger  kommen nicht in den Himmel“ wimmelte der Kerl mich ab. Da sah ich dich durch die Himmelstür, wie du es dir auf einer Wolke ganz gemütlich machtest, Gläschen Sekt in der Hand. „ Da ist ja Harm“ beschwerte ich mich bei Petrus, doch da sagte er doch ganz ungerührt: „ Halten sie den etwa für einen Jäger?“
 

 

Als Helga den neuen Pelzmantel anprobiert,
muss sie sich die Vorwürfe ihrer Tochter anhören:
" Mutter, ist dir eigentlich klar,
wie sehr eine arme, stumme Kreatur dafür leiden musste,
damit du diesen Mantel bekommen konntest?" 

Tadelnd antwortet Helga: "Ich finde es wirklich nicht richtig,
dass du so herzlos über deinen Vater sprichst..."

 

 

 

 

Was passiert, wenn man eine Blondine
mit einem Husky kreuzt?

Man erhält einen saublöden Hund
oder eine winterfeste Nutte!

 

 

 

 

Vorsichtig und zurückhaltend wird der etwas
Schießbegeisterte Jagdgast noch mal eingewiesen.
 „ ...und noch eins, erst kommt der Hase
und danach der Hund und heute
schießen wir ausnahmslos nur Hasen“.

 

Ein Jäger schießt auf einen Hasen.
Der Hase schlägt einen Haken, und die Kugel fliegt
10 cm links am Hasen vorbei. Der Jäger schießt noch mal. 
Diesmal fliegt die Kugel 10 cm rechts am Hasen vorbei.
Statistisch gesehen ist der Hase tot.

 

 

 

Mich interessiert absolut nicht, 
wer dein Vater ist...
solange ich hier auf Enten ansitze, läuft hier 
keiner übers Wasser!

 

Für Dackel gibt es nur ein Kommando

 
»Gehst' her oder nicht!«

Darauf kommen sie, oder sie kommen nicht.

 

 

 

Der Pastor in Riepe ist recht erstaunt, 
Hinnerk aus dem Hammrich,
 auch mal in der „Teebüs“, der  Riepster Kirche begrüßen zu können. 
„ Ich freue mich, dass auch Sie am
 Sonntag mal wieder den Weg zu uns gefunden haben“,
 meint er zu Hinnerk, als er ihn am Dienstag in der Bank  trifft. 

Hinnerk murmelt bloß vor sich hin: 

„ Also door bünk Saterdak nat  Kreismeisterschaft land“.
  

 

Jäger Unverdrossen Heiko ist im Sauerland auf Saudrücken.Die Atmosphäre schneit und schneit. Treiber, Fichten und Keiler sehen gleichermaßen aus wie Hutzelmännchen. Heiko stürzt aufgeregt zum Rendezvous. „Sind alle Treiber wieder da?"
„Ja!"   
„Alle?"   „Alle!"
„Na dann", ist er erleichtert, „lasst uns einen Grog trinken,
dann hab ich einen Keiler geschossen!"

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt zwei Arten von Jägern, die noch Eindruck machen:

Die, die immer treffen und die, die nie treffen.

 

" Steht der Abzug richtig trocken, 

haut's die Wildsau aus den Socken"

 

 

 

 

Zum Urmenschen Ugg kommt seine Frau gelaufen:
"Du Ugg, ein Säbelzahntiger ist in die Höhle meiner Mutter gelaufen."
Meint Ugg völlig unbeeindruckt:
 
"Na und? Soll der Tiger doch selbst sehen, wie er da wieder rauskommt."

 

 

 

 


Der Waidgeselle

"Eine Mutter hatte zwei Söhne.

Der eine wurde Jäger und der andere blieb ganz normal!" 

 

Jagd ist mehr als nur Leidenschaft

 

 

 

Was ist der Unterschied zwischen dem Jäger und seinem Hund?

Der Hund hat mehr Prüfungen!

 

Große Erwartung löst sich 

oft auf in einem Fehlschuss

 

 

 

 

 

 

Sage mir, mit wem Du jagen gehst -

und ich sage Dir,

wie Du nach Hause kommst.

 

 

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