Die Jagdaufzeichnungen von Harald Smid

aus Westerende - Kirchloog


Von 1969 bis 2015
 


 

 

 

 

Seit 1969 führt Harald Smid ein Jagdtagebuch mit den Strecken aus dem Geestdorf Westerende- Kirchloog.
Das Revier ist 760 Hektar groß, zwei Drittel sind eher Sandbereiche mit vielen Walhecken.
Ein Drittel sind nasse Flächen mit moorigem Untergrund. Weidewirtschaft, Wiesen die immer öfter gemäht werden, wenig Getreide, 20 % Maisfläche, Kolke, ein kleiner See als Biotop und gut 5 Hektar „Wald“.
Der Ems- Jade-Kanal zerschneidet das Revier.

Das erste Jahr als Pächter beginnt für Harald 1969. Mitpächter ist Focke Heyen und Bernhard Diermann, einen Erlaubnisschein hat Roolf Hinrichs.

Der Rehwildbestand schwankt etwas. Zeitweise wird er durch Krankheiten reduziert. Seit 1969 ist aber ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen.

1969 ein Bock eine Ricke, 1970 Bock, Bockkitz und Ricke, die Strecke blieb bis 1982 fast jedes Jahr ähnlich. 1984 stieg der Abschuss auf fünf, 1989 waren es 8 Stück Rehwild. Seit der Zeit schwankt der Abschuss einschließlich Fallwild zwischen 7 bis 14 Stück. Auffällig ist das Fallwild durch Krankheit 

( verschmierter Spiegel) fast immer gehäuft auftritt.

1969 werden noch sechs Hühner (Rebhühner) erlegt. 70-71 ist keins erlegt worden, 71-72 sind 8 verzeichnet, dann werden noch vereinzelt mal eins erlegt, seit 1980 ist die Jagd darauf eingestellt.

Die erste gemeinsame Jagdhandlung ist im Juli 1969. Mit Herrn Klaas Löschen wurde ein Dachsbau ausgegraben. Die Fähe mit den drei Jungen nahm Herr Löschen lebend mit. Es blieb der einzige Dachs im Dorf.

Am 13.9. 1969 gingen Heyen, Hinrichs und Ufkes zur ersten Hühnerjagd.
Drei wurden in Fahne das zum Revier Westerende gehört, erlegt. Eine Woche später kam nichts zur Strecke.

Am 18.10 dann das erste Mal auf Fasane. Diermann erlegte 4 Hähne,
Kuhlmann 2, Hinrichs 1 und Smid ein Huhn.

Eine sehr übliche Jagdstrecke für 4-5 Jäger. Diermann der spätere Hegeringleiter war öfter mit drei bis vier erlegten Stücken dabei.

Eine gemeinsame Treibjagd mit Holzloog und Bangstede erbrachte am 24.1.1970 trotz vieler Fuchsspuren keinen Erfolg.

1970 und 71 werden immer wieder Fasane mühselig aufgezogen und an die 30 ausgesetzt.

Am 1.12. 1970 wechselt ein starker Keiler Wiegboldsbur, Hoolzloog durch dem Ems-Jade Kanal in Richtung Ihlow. Er bleibt der einzige der jemals im Revier gesehen wurde.

 

 

 

 

 

                                              

 



Strecke Westerende – Kirchloog  Hase  Fasan

 

 

 

Hase

 

Fasan

 

1969

33

 

 

 

Durch

Schnitt


47

103

 

 

 

Durch

Schnitt


81

1970

34

95

71

26

88

72

29

74

73

45

69

74

65

97

75

53

72

 76

81

99

77

81

107

78

36

66

79

31

21

1980

52

 

 

 

 

Durch

Schnitt

 

43

74

 

 

 

 

Durch

Schnitt

 

50

81

60

60

82

35

43

83

43

47

84

44

49

85

43

56

86

54

48

87

38

31

88

31

33

89

33

60

1990

37

 

 

 

Durch

Schnitt

 

40

42

 

 

 

Durch

Schnitt

 

27

91

13

18

92

50

29

93

39

49

94

50

16

95

39

20

96

36

23

97

52

21

98

35

41

99

50

16

2000

49

 

 

 

Durch

Schnitt

 

35

15

 

 

 

Durch

Schnitt

 

39

01

4

39

02

42

33

03

47

25

04

39

52

05

34

42

06

33

52

07

27

53

08

41

39

09

33

45

2010

46

 

Durch

Schnitt

 

42

28

 

Durch

Schnitt

 

40

11

47

59

12

40

54

13

30

30

14

47

27

 

 


 

 

Hase und Fasan sind die eigentlichen

Leitwildarten in unseren Revieren.


Die ersten Jahre verzichteten die Jäger

in Westerende auf die Treibjagd.


Ab 1973 wurden sie durchgeführt.

Ein übliches Ergebnis mit 22 Jägern waren 40 Hasen und 10 Hähne.

Der Jagdkönig hatte selten mehr als 6-7 Stück Wild.

1976 wurde es Junker mit 5 Hasen und 2 Hähnen.

Am 12.12. 1985 (der 12.12 ist bis heute der Treibjagdtermin)

liegen 40 Hasen und 3 Hähne auf der Strecke.

Jagdkönig wird Claas mit 4 Hasen und 1 Hahn,

Vize Bernhard mit 5 Hasen.

Die Erzählungen von den Riesenstrecken

früher finden hier keine Bestätigung.

Aufgezeichnete Streckenergebnisse unterscheiden sich von mündlichen

Überlieferungen sehr deutlich.

Die Abschlussjagd am 14.1.1995 beginnt um 9 Uhr 30 und endet gegen 15 Uhr.

Focke 2 Hähne, Lenhard 2 Hähne, Peter Hahn und Ente,

Bernhard Hahn und Ente, Otto 2 Enten, Dirk 1 Hahn,

Garrelt 1 Ente, ein üblicher Streckenbericht. 

 

 

 

1978 war der Winter schon am 29.12 stark, am 14.2.1979 begann dann der Schneesturm

der bis zum 20.2. teilweise über 2 Meter hohe Schneewehen brachte.

Die Strecke 1979 war deshalb deutlich weniger, allerdings war auch schon 1978 vor der Schneekattasstrophe ein leichter Einbruch.

Das Wild erholt sich jedoch schnell.

1991 war der Frühjahr kalt, ob dadurch das Wild so wenig war? Die Jagd wurde stark verkürzt.

Natürlich wurden auch die Stockente, Tauben, Krähen bejagt.

Neben dem Fuchs kamen besonders in den letzten Jahren Steinmarder, Baummarder und Krähen zur Strecke.

 

 




 



Die Jagdaufzeichnungen von Claas Janssen

aus Barstede



Von 1980 bis 2015

 





 

 

 

 

Claas Janssen macht 1977 seinen Jagdschein und zeichnet ab 1980,

von da wird die Jagd gemeinsam ausgeübt, alles auf.

Die Strecken vom Fasan waren gering.

In den ersten Jahren wurden immer zwei Treibjagden durchgeführt.

Ab 1986 nur noch eine. Die eine Hälfte der Jagd wurde immer im Wechsel geschont.

Trotzdem gab es immer wieder Einbrüche.

Weshalb die Strecke so schwankt ist nicht erklärbar.

Die Strecke an Hähnen stieg von 14 in den 80er Jahren auf 51 in 2000 bis 2010 an.

Danach erneut ein Einbruch.

An wirklich starken Veränderungen in der Bewirtschaftung der Felder kann das nicht fest gemacht werden.

Seit 1980 stieg die Fläche vom NABU auf 80 Hektar. Sie wird spät gemäht, ohne Dünger bearbeitet.

Eine weitere Fläche von 15 Hektar, Besitz NLWKN wird nicht bearbeitet.

Die höchsten Tagesstrecken einzelner gab es immer auf den Treibjagden.

Bernhard Poppen erlegte 1980 auf der ersten Treibjagd 6 Hasen,

Johann Hausmann wurde auf der zweiten Jagdkönig mit 4 Hasen.

Ein üblicher Jagdtag war der 29.10.1981 Teilgenommen hatten Uvo und Jürgen Haßbargen, Heinrich Rieken,

Hermann Dühring, Garrelt Habben, Johann Eggen  und Claas Janssen.

Hermann, Claas, Heinrich erlegten je einen Hahn Jürgen zwei.

1983/84 wurden 127 Hasen erlegt, 14 Hähne, 2 Graugänse, 4 Rehwild, 8 Wiesel, 2 Füchse, 1 Krähe,

58 Tauben, 75 Enten, 3 Iltisse, 1 Steinmarder, 3 Bläßhühner, 5 Möwen, 8 Katzen, 10 Elstern.

Ab 1991 werden die ersten Kunstbauten eingebaut. Die Strecken beim Fuchs steigen danach in den ersten Jahren.   

Die Gänse werden jährlich mehr, die Strecken steigen auf 80-120 jährlich.

2004 erlegt Claas in Barstede 33 Hähne, an zwei Jagdtagen jeweils 7.

Reemt Bogena wird in dem Jahr mit 7 Hasen Jagdkönig,

der Dauerabonet auf Jagdkönig ist jedoch Karl Janssen, der an dem Tag 6 Hasen und einen Hahn hatte.

Auch 2015 ist für Claas noch ein Jagdtag mit 7 Hähnen dabei, insgesamt sind es für ihn 21 in Barstede.

Es ist immer so lange ich Jäger bin, ein auf und ab gewesen.

Für Claas haben sich die Zeiten nicht verschlechtert.

Die Strecke der Gänse ist von 0 auf 120 gekommen.

Da er viel Baujagd betreibt, kommt er viel in andere Reviere. Eigentlich kann er fast jeden Tag zur Jagd gehen.  

 

 

 

 

 



Strecke Barstede  Hase  Fasan
 

 

 

 

Hase

 

Fasan

 

1980

139

 

Durch

Schnitt


84

9

 

Durch

Schnitt


14

81

123

16

82

66

9

83

127

14

84

101

15

85

100

11

86

41

15

87

35

9

88

25

12

89

85

28

1990

56

 

Durch

Schnitt


37

31

 

Durch

Schnitt


31

91

29

14

92

33

33

93

0

50

94

17

48

95

18

32

96

56

20

97

55

12

98

51

44

99

58

27

2000

53

 

Durch

Schnitt


47

41

 

Durch

Schnitt


51

01

3

50

02

53

26

03

83

56

04

79

72

05

92

83

06

50

49

07

10

38

08

39

62

09

9

28

2010

66

Durch

Schnitt
61

26

Durch

Schnitt
25

11

81

20

12

58

31

13

44

17

14

54

31

 

 

Ein alter Streckenbericht von

 

der Hälfte des Reviers ( Dühring )

 

 

 

Hase

Fasan

Rebhuhn

1964

47

25

34

 

 

 
     

 

 

 



 Vergleich  Westerende – Kirchloog  und  Barstede

 

 

 

 

Beide Reviere grenzen an einer Stelle aneinander.

Die Größe ist ähnlich. Westerende hat viele Wälle, viel mehr Busch, weniger offene Flächen.

Barstede ist mooriger, hat seit etlichen Jahren über 80 Hektar Wiesenflächen die vom NABU bewirtschaftet werden.

Ein kleiner Teil davon wird ganzjährig beweidet, die meisten Flächen werden erst ab 1.7. oder später gemäht.

 

 

 


 

 
   Hasen
 
 
Fasan

 

Westerende

 Barstede

Westerende

 Barstede

1980

52

 

  

Durch

Schnitt 

43

139

 

 

Durch

Schnitt

84

74

 

  

Durch

Schnitt 

50

9

 

 

Durch

Schnitt

14

81

60

123

60

16

82

35

66

43

9

83

43

127

47

14

84

44

101

49

15

85

43

100

56

11

86

54

41

48

15

87

38

35

31

9

88

31

25

33

12

89

33

85

60

28

1990

37

  

Durch

Schnitt 

40

56

 

Durch

Schnitt

37

42

  

Durch

Schnitt 

27

31

 

Durch

Schnitt

31

91

13

29

18

14

92

50

33

29

33

93

39

0

49

50

94

50

17

16

48

95

39

18

20

32

96

36

56

23

20

97

52

55

21

12

98

35

51

41

44

99

50

58

16

27

2000

49

  

Durch

Schnitt 

35

53

 

Durch

Schnitt

47

15

  

Durch

Schnitt 

39

41

 

Durch

Schnitt

51

01

4

3

39

50

02

42

53

33

26

03

47

83

25

56

04

39

79

52

72

05

34

92

42

83

06

33

50

52

49

07

27

10

53

38

08

41

39

39

62

09

33

9

45

28

2010

46

Durch

Schnitt 

42

66

Durch

Schnitt

61

28

Durch

Schnitt 

40

26

Durch

Schnitt

25

11

47

81

59

20

12

40

58

54

31

13

30

44

30

17

14

47

54

27

31

 

 

 

 

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