Fallenmelder

Alle technischen Details hat Jan Carsten Ziems herausgearbeitet.
 

 


 
 

Es gibt sehr viele Melder für die Falle. Alle kosten recht viel Geld.

Nach vielen Fehlversuchen und etlichen zerstörten Geräten meinen wir eine recht gute und sehr günstige Lösung für Fallen

gefunden zu haben, die auch problemlos funktioniert.

Wir sind für weitere Hilfe dankbar, natürlich auch über jeden anderen Hinweis oder Kritikpunkt! 

 

 


 


 

 

Als Fallenmelder verwenden wir alte Siemens Handys.

Geeignet sind das Siemes S 45 i  

Siemens S 45 und Siemens ME 45

Diese funktionieren sicher, wahrscheinlich gehen auch andere,

haben wir aber nicht ausprobiert.

Wir bekommen die über Ebay oder Ebay Kleinanzeigen,

meist für unter 15 €.

Die Batterie oder das Ladegerät brauchen wir nicht.

 

 

 

Dazu brauche ich einen Batteriehalter für 4 x 1.5 Volt AA Batterien.

7 Stück waren für unter 10 € bei Amazon erhältlich.

Wer sich den selbst bastelt, wird etwas erhalten, was wesentlich stabiler ist,

lohnt sich aber hier für wohl kaum.

 

 

 

Dann brauche ich 4 NiMH Akkus, die sich auch bei Kälte nicht schnell entladen. Eneloops sind dafür geeignet, günstiger sind die fast gleichen Akkus,

die es öfter bei Lidl gibt, A A Tronic Ecos. Auch über Ebay und Amazon erhältlich.

Als letztes ist eine Prepaid Karte notwendig. Ich bekomme die von Simyo, Kostet 5 €, jede SMS 9 Cent. Braucht nie nachgeladen werden,

wird am Monatsende abgerechnet. Geld verfällt nie. Meine Kosten bei 6 Fallensendern und 5 Baumeldern liegen unter 10 € im Jahr.

Aber jede andere Karte ist verwendbar.
 

Die Gesamtkosten pro Fallenmelder, ohne Versandkosten, liegen dann bei rund 20 € bis 25 € .

 

 

 

 

Ich entferne im Handy die Batterie.

Dann löte ich, siehe Foto, zwei Kabel an.

Hier brauche ich jemanden, der das kann.

Versuche von mir, ohne jemals gelötet zu haben,

waren nicht von Erfolg gekrönt.

Auch das Bewusstsein, ich muss das doch auch

können, hat nicht geholfen.

Dann lege ich die Handykarte ein.

Ist der Sim Look ausgeschaltet,

bittet das Handy, den Flugmodus auszuschalten.

Einfach den obersten Knopf links drücken,

sonst die PIN Nummer eingeben.

 

 

 

 

 

Um den Kontakt zu unterbrechen gibt es viele Möglichkeiten.

 

 


 

Eine steckbare Lüsterklemme.

So geht es auch.

An den gelben Draht kommt das Band zum Fallendeckel.

Fällt der, wird der Kontakt unterbrochen.

 

 

Rechts ein Kippschalter

mit langem Hebel,

Links ein Zwergstecker.

Gefällt uns gut,

kostet  sehr wenig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 

Die Schaltung ist einfach.

Ich verbinde die Kabel der

Batterie mit dem Handy.

Ein Kabel wird durch die

steckbare Lüsterklemme oder

durch die selbst gebastelte

Klemme unterbrochen.

Verbinde ich den Kontakt,

kann ich das Handy einschalten.  

 

 

 

 


 

Mit den AA Akkus laufen die Handys bis 2 Monate und müssen dann aufgeladen werden.

Hier D Mono Akkus NI-MH- "Ready to use". Wir erwarten, dass diese eine Saison ohne Aufladung funktionieren.

Der Batteriekasten ist in einer Dose der Geocatcher untergebracht.

Die D Mono gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen und damit auch in völlig verschiedenen Preisklassen.

 

 

 

 


Ich habe mir einen Batteriekasten für D Mono Ni MH Akkus gebastelt. Der gekaufte gab schnell seinen Geist auf. 

Dieser scheint mir lange und vor allem sicher haltbar.

 

 

 

 

Einfachster Einbau, Handy und Batterie in Plastikdose.

Wenn ich jetzt das Handy anrufe, erhalte ich das Freizeichen. Löse ich die Verbindung vom Kontaktschalter, erhalte ich bei Anruf die Meldung:

Teilnehmer ist nicht erreichbar. Dadurch weiß ich nach Einbau in der Falle, die Batterien sind alle oder die Falle ist zu, ich muss hin.

Ein Kontrollanruf kurz bevor ich hinfahre hat sich bewährt, da es durchaus möglich ist, dass das Handy wegen Überlastung im Netz

oder einem sonstigen Ausfall nicht erreichbar war, kurze Zeit später aber wieder.

Durch den Einbau der Ni-MH Akkus ist durchaus ein Zeitraum von 1-2 Monaten realistisch, bis ich die Batterien wechseln muss.

Die Alternative, einfach den Akku des Handys durch das Fallen der Klappe herauszureißen, ist nicht so sicher umsetzbar und die Standzeit erheblich kürzer.  

 

 

 

 

 

 

Eine Alternative:

Wer Samsung 1200 bei Ebay eingibt, bekommt das Handy zum Teil unter 15 € inklusive Versand.

Die Batterie hält lange, da sie nur dann an ist, wenn etwas in der Falle ist.

Ich habe mir dazu einen Auslöser gebastelt. ( Arbeit gut eine Stunde)

 

 

Das ist einfach, die kleinen Bretter in der Mitte sollten minimal dicker als das Handy sein.

 

 

 

   

 

Eine Schablone zeigt genau an, wohin das Loch für die Auslösung des Handys muss.

 

 

 

   

 

Die Klemme abgesägt und das Ganze klappt.

Die Schraube möglichst passend machen, sonst könnte das auf Dauer das Handy kaputt machen.

 

 

 

 

   

 

Die kleine Schraube vor dem Auslöser verhindert das der Auslöser nach hinten rutscht.

So wie hier ist das sehr sicher und leicht.

 

Das kostet mit einer Handykarte zwischen 15€ und 20 €. Laufende Kosten fallen nicht an.

 

Ich muss jeden Tag das Handy anrufen. Ist kein Anruf möglich, ist die Falle nicht ausgelöst worden.

 

 

 

 

 
 

Anregung:

Der Fallenmelder von Mink Police wird zur Zeit für 19 € angeboten. Für die 19 € darf ich das Gerät 3 Monate probieren.

Jörg Schröder stellt auf seiner Seite Fallenhandys vor, die zu bestimmten Tageszeiten den Besitzer über die Falle informieren, sehr gut gemacht!

 

Fragen:

Auf der Seite wurde die Kontaktunterbrechung mit einem Magneten gezeigt, jetzt ist das nicht mehr da, warum ?

Zu Anfang funktionierte das bestens, aber wir stellten schnell fest, dass die Handys mit dieser Methode oft schon nach drei Tagen abgeschaltet haben. 

Kann ich nicht normale Batterien nehmen?

Nein! Batterien haben zu Anfang 1,5 Volt, das mal 4 klappt nicht. Akkus haben 1,2 Volt, das passt. Es kann sogar passieren, dass Akkus zu stark

aufgeladen werden, dann muss die Spannung erst etwas runter, kurz in eine Lampe setzen.

Auch immer Akkus verwenden, die eine geringe Selbstentladung haben, NI-MH- "Ready to use"  AA für die Handys. 

Warum gehen nicht alle Handys, sondern nur die von Siemens?

Viele Handys kontrollieren, ob die Batterie in Ordnung ist, z. B. ob die Temperatur stimmt. Fällt die Kontrolle negativ aus, schaltet sich das Handy aus.

Ich kann jedes Handy einfach probieren, Kabel vom Batteriekasten dran und sehen, ob es geht.

Ich stellte fest, Handy ist aus, ich hin, Falle nicht zu. Schalte Handy ein, geht. Warum hat das Ding sich abgestellt?

Die Akkuleistung reichte nicht mehr. Kurzfristig läuft das Handy noch, aber nach einigen Minuten oder Stunden ist Schluss, in solchen Fällen

immer Ersatzakkus mitnehmen und tauschen, dann habe ich für einen Monat Ruhe.

Sollte ich zusätzliche Leistungen, wie Vibrationsalarm nicht ausschalten?

Völlig richtig, bekomme ich das Handy, einfach überprüfen, ob alles ausgeschaltet ist, das erhöht die Lebensdauer der Batterien.

Ein Weg dazu: Menü-Profile - Leise Umgebung - Aktivieren - Option - Einstellung ändern - Rufton aus - Vibration aus - Hinweistöne aus -

Beleuchtung aus - Wecken aus , eigentlich alles aus. Hilft alles etwas.

Warum kann das Handy nicht einfach zu bestimmten Zeiten anrufen und sonst aus sein ?

Für die Umsetzung müsste ich die Kurzwahltaste an die An-Aus-Taste löten.

Das Nacheinander-Ausführen der Tastendrücke (Schalter schließen) wird über einen Mikroprozessor gesteuert.

Der Mikroprozessor ist hier der große Punkt. Das Teil zu programmieren ist für den Laien (mich eingeschlossen) kompliziert.

Unsere Variante für das Fallenhandy und auch das Kunstbau-Handy ist für mich robuster, einfacher herzustellen und einfacher zu bedienen.

Wenn ich die 4xAA NI-MH Akku in Reihe schalte, bilden sich eine Spannung von 4x1.2V=4.8V Die meisten Handyakkus laufen jedoch mit 3.7V Spannung. Wie kann ich diese Differenz von 1.1V ausgleichen bzw. regeln? Bei 4.8V wird das der Akku nicht überleben oder?

Du liegst völlig richtig. Wenn man 4 AA Akkus in Reihe schaltet, dann ergibt sich eine Nennspannung von 4,8 V.Die Spitzenspannung liegt bei vollen Akkus sogar noch höher, nämlich in Summe bei etwa 5,5 V.

Diese Spitzenspannung fällt allerdings (bei allen möglichen Akku Varianten) ziemlich bald ab und verharrt dann irgendwann lange bei 4,8 V.
Das ist auch bei den Handy-Akkus so. Dort ist zwar die Nennspannung 3,7 V. Die Spitzenspannung eines vollen Handy-Akkus dürfte aber eher im Bereich 5 V liegen. Diese fällt ebenfalls bald ab und verharrt dann lange bei 3,7 V. 
Die genannten Siemens Handys vertragen problemlos 5,5 V, teilweise auch 5,55 bis 5,6 V. Bei noch höherer Spannung lässt sich das Handy nicht einschalten. 

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Handys mit 4 Akkus problemlos 2 Wochen halten, insbesondere auch bei Temperaturen von -18 °C (im Gefrierfach).Das funktioniert mit 3 Akkus nicht so lange. Denn die (Spitzen-) Spannung fällt irgendwann unter eine Grenze, bei welcher das Handy automatisch ausschaltet (wohl knapp unter 3,7 V).
Die Handys haben sich in der Praxis an mehreren Fallen im vergangenen Winter mit 4 Akkus bewährt.

Mit original Eneloop Akkus (ca 12 €) schafft man auch 3 Wochen. Mit Lidl Tronic Eco Akkus mit geringer Selbstentladung (ca 4 €) mindestens 2 Wochen.
Dafür müssen jegliche Verbraucher am Handy (Beleuchtung, Vibration etc.) ausschaltet sein.
Wichtig ist, dass man die externe Akkubox an Stelle des Handyakkus verwendet. Beide zusammen  funktionieren vermutlich nicht gut, weil die externen Akkus dann permanent den Handyakku laden und das ohne Ladekontrolle. Da wäre der Handyakku sicher nach kurzer Zeit hinüber. Zudem sind diese Siemens Handyakkus nicht für Temperaturen unter 0°C gemacht und dann sehr schnell leer bzw. Handy aus.

Da in unserem Revier der Rentner der die Fallen kontrolliert hat vor kurzem verstorben ist, stehen wir nun mit über 20 eingebauten Betonrohrfallen da und niemand hat Zeit sie zu kontrollieren.
Aus diesem Grund habe ich mich in letzter Zeit mit Fallenmeldern beschäftigt, aber das Ergebnis ist das die Anschaffungskosten viel zu hoch wären.
Deswegen regt euer Prinzip bei mir großes Interesse, allerdings ist mir die Akkuleistung zu niedrig.
Deshalb der Vorschlag: Was spricht gegen 4V Bleiakkus? Eigentlich sind diese doch relativ robust, da sie auch in Futterautomaten eingesetzt werden.

4V ist ein bisschen wenig, weil das Handy unter 3,7V ausgeht.
Bei Eingang eines Anrufes kann die Batteriespannung kurzzeitig darunter absacken und das Handy geht aus: Ausprobieren.

Bleiakkus funktionieren bei niedrigen Temperaturen (Winterzeit ist Fangzeit) nicht gut und leiden unter verhältnismäßig schneller Selbstentladung.

Bleiakkus sind im Verhältnis klobig und schwer und lassen sich im Revier nur schlecht transportieren (im Gegensatz zu Akkus in der Tasche).

Die Bleiakkus sind ziemlich teuer. 3,5 Ah ist nicht so viel für den Preis. Die Tronic Eco mit geringer Selbstentladung von Lidl (odersontwo) haben als AA Version 2,3 Ah und als Mono D Version sogar 4,5 Ah.
Die AA halten gut 2 Wochen, die Mono D mindestens 4 Wochen (AA 4 Stück 4 €, Mono D 2 Stück 4€).

Irgendwann muss ja auch mal der Köder gewechselt
werden.

 

 


 

 

 

 

Fragen, Anregungen, einfach melden.  Jan Carsten und ich werden versuchen, sie zu beantworten, möglichst innerhalb einer Woche.

 

 

 

 

 

 

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    Aus unserer Sicht ist Fallenjagd unverzichtbar!  

 

 

Trotzdem einige allgemeine Bemerkungen.
 


Fallenjagd bleibt trotz aller Technik aufwändig. Der Köder muss laufend gewechselt werden. Sehr oft fange ich Ratten, Igel und Hasen.

Viel seltener Marder und noch weniger den Fuchs.

Bis ich alles so habe, dass es problemlos funktioniert, bin ich bestimmt 10 mal zusätzlich hin gewesen.

 

 

Und immer dran denken:

Das Leben ist wie eine Kastenfalle, man muss immer wachsam sein!