Wann ist der Fuchs im Bau? 

                                                     

 

A  sehr hohe Wahrscheinlichkeit             B  hohe Wahrscheinlichkeit                    
C  wenig wahrscheinlich D  äußerst selten oder nie

 

 

A

B

C

D

September

 

 

5

7

Oktober

 

2

10

3

November

4

10

4

 

Dezember

8

11

 

 

Januar

16

6

 

 

Februar

14

6

1

 

März    Fähe

5

9

3

1

März    Fähe und Welpe

4

6

3

1

April    Fähe  

4

4

4

1

April    Fähe und Welpe

11

4

3

 

April    Welpe

14

4

 

 

Mai      Welpe

9

6

2

 

Mai      Fähe und Welpe

3

3

4

1

Die anderen Monate

 

 

1

11

Allgemein schlechtes Wetter

2

12

1

 

Regen

2

14

2

 

Sturm

10

11

 

 

Schnee

6

12

2

 

 

 

Nicht nur der Fuchs ist im Bau.

 

Oft direkt nach der Maisernte.       3    Antworten 

Wenn nachts schlechtes Wetter, Regen oder Sturm war, habe ich morgens die meisten Erfolge gehabt. 

Im Januar sind nur die Ranzbaue befahren. 

Frischer Schnee ist gut. 

Nassschnee, Tauwetter, Schneeregen ist gut, je schlechter das Wetter je besser. 

Die Fuchsrüden liegen bei gutem Wetter auch im Februar nicht im Bau. 

Im Februar habe ich auch bei bestem Sonnenschein Füchse im Bau gehabt. 

Keine Regel. 

 

 


Tatsächlich spielt das Wetter kaum eine Rolle, die Jagdtage werden oft weit im voraus, ohne zu wissen, wie das Wetter dann sein wird, geplant und nur bei schlechtesten Bedingungen abgesagt.
 
 

stimmt  13 nein ich gehe  kurzfristig hin   6     beides  5  

 


Weil jeder mit will, leider immer nur am vorgegebenen Zeitpunkt.

Wenn er nirgends steckt, wird auch mal eine Dickung durchgedrückt.
 

 

 

   

                   Was kann ich am Bau erkennen:

                                

 

A  sehr hohe Wahrscheinlichkeit   B  hohe Wahrscheinlichkeit           
C  wenig wahrscheinlich D  äußerst selten oder nie

 

 

 

A

B

C

D


Wenn ich vor dem Bau stehe, weiß ich, wenn der Bau befahren aussieht, ob ein Fuchs drin ist, auch ohne Hund.   
                                             

 

6

8

6


Ich kann an einigen Punkten z. B. keine Spuren, Spinnweben, Gras usw.  sehr gut erkennen, dass kein Fuchs drin ist
 

8

9

1

2


Ich kann am Geruch sicher erkennen, ob der Fuchs steckt
 

 

1

10

9

 

Das soll der Hund machen.  8  Antworten 

Der Rüde markiert immer, auch wenn er nicht steckt.  4  

1+3 völlig irrelevant.  3 

Der Fuchs wird den Bau, in dem er sich befindet, nicht markieren, also ist vom Geruch keine Aussage zu machen.  

Bei Geruch kann er stecken, muss aber nicht. 

Ich sehe nur nach Dachszeichen. 

Auch bei 2  kann ein Fuchs stecken, wenn er erst kurz in den Bau gefahren ist, z.B. wird er durch die Baujäger erst hereingejagt.                                                  

 

 

Wann ist der Fuchs im Bau?

 

Dass Füchse Baue benutzen, weiß jeder. Doch der Baujäger möchte auch wissen, wie und wozu. Nicht überall können Füchse einen Bau graben. Dies ist immer vom Boden abhängig. So stehen Baue nicht in jedem Revier zur Verfügung. Brauchen Füchse einen Bau?

Der Zoologe DANUS WEBER ist diesen Fragen nachgegangen und kam zu folgendem Ergebnis:

Untersucht wurde die Baubenutzung von Füchsen im Saarland. Es wurde die Benutzung von 107 Bauen während eines Jahres regelmäßig kontrolliert. Weitere Informationen wurden durch die Beobachtung von 36 frei lebenden Füchsen mit Hilfe der Radiotelemetrik gewonnen.

Nur Welpen und Fähen während der frühen Aufzuchtszeit verbrachten ihre Ruhezeit mehrheitlich in Bauen. Im Winter ruhten die Füchse bei nasskaltem Wetter gelegentlich in einem Bau, doch schliefen sie auch bei solchen Bedingungen meist an oberirdischen Plätzen. Baue wurden meistens  nur oberirdisch aufgesucht und nicht betreten. Im Sommer wurden die Baue praktisch nie benutzt.

Bei starkem Regen, Sturm, kalter Witterung und während  der Ranz, oder auch im Sommer während der größten Hitze, oder solange die Welpen noch klein sind, ist der Rotfuchs regelmäßig im Bau. Bei gutem Wetter ruht der Fuchs dort, wo er gerade einen passenden Platz findet.

  

Kontrolle der Bauten:

Die Fuchsbaue wurden zur Kontrolle an der Röhre mit einem Stock versehen. Benutzte Baue wurden daran erkannt, das die Stöcker umgefallen waren. Neben Füchsen benutzten allerdings auch Dachse, Kaninchen und Marder die Baue. Es wurden befahrene Bauten immer nach Spuren (Trittsiegel, Haare, Losungen, Fraßreste sowie auf ihren Geruch hin überprüft).

  

Baubenutzung im Jahresverlauf:

 

  • Von Okt.-Jan.  nimmt die Zahl der benutzten Baue zu und erreicht im Dezember den Höhepunkt.
  • Während der Ranz im Januar  werden deutlich weniger Baue benutzt als im übrigen Winter.
  • In der Wurfzeit  (Februar und März) gibt es Phase mit sehr vielen benutzten Bauen.
  • Von April bis Mai nimmt die Baubenutzung ständig ab.
  • Ab Juni findet man kaum noch benutze Baue.

  

Füchse markieren ihre Baue:

Oft markieren die Füchse Röhreneingänge oder das Baugebiet mit Harn.Dadurch entsteht der charakteristische Fuchsgeruch eines benutzten Baues. Nicht jeder markierte Bau wurde betreten, und viele benutzte Baue wurden nicht markiert.Häufig suchten Füchse Baue auf, ohne sie zu betreten, so als wollten sie nur inspizieren und gaben Harnmarkierungen ab. Dieses Verhalten kann nur bei Schnee mit Sicherheit nachgewiesen werden. Besonders viele Baue wurden am Winteranfang inspiziert. Fuchsfährten führten an bis zu 10 Bauten, ohne dass ein einziger betreten wurde.

Was treiben die Füchse am Bau? :

Gegraben wurde an den Bauen fast nur vor der Wurfzeit. Während der Ranz deutete manches auf besondere Fuchs-Aktivitäten an einigen wenigen Bauen hin. Zu diesen so genannten Ranzbauten  führten Fährten aus allen Richtungen in großer Zahl. Der Schnee war im Umkreis von  10 m zertreten und überall fanden sich Harnmarken. Oft ruhten Füchse nur wenige Meter von einem Bau entfernt über der Erde, wo sie im Winter erkennbare Liegeplätze im Schnee hinterließen. Füchse scharren  im Gegensatz zu Rehen, den Schnee oder das Laub nicht weg. Frische Liegeplätze riechen deutlich nach Fuchs. Der Schnee ist meist verschmutzt, und normalerweise finden sich auch Fuchshaare an diesen Stellen.

  

Füchse mit Halsbandsendern: 

Um Informationen über die Aktivitäten von Füchsen und ihre Aufenthaltsorte zu erhalten, wurden  36 Füchse gefangen und mit Halsbandsendern markiert. Mit dieser Methode konnte nicht nur das Tier genau geortet, sondern auch feststellt werden, ob es sich bewegte oder in Ruhe befand. In Dauerbeobachtungen während zwölf oder mehr Stunden konnte so der Aktivitätsrhythmus der Tiere festgestellt werden.

 

Baue als Ruheplätze im Jahresverlauf:

Von 5 Altfüchsen, die über längere Zeit beobachtet wurden, konnte insgesamt 389mal den genauen Ort festgestellt werden, an dem sie ruhten. In manchen Fällen konnte nicht entschieden werden, ob sich ein Fuchs in unmittelbarer Nähe des Baues oder unter der Erde aufhielt, da die beobachteten Tiere nicht gestört werden sollten. Die im Frühwinter und zur Ranzzeit häufig an Bauen beobachtete Liegeplätze lassen aber vermuten, dass viele der fraglichen Ruhephasen oberirdisch verbracht wurden. Nur zwischen Ranz und Entwöhnung der Welpen ruhten die Fähen mehrheitlich im Bau, während die Rüden bereits im März hauptsächlich oberirdische Verstecke aufsuchten. Von Juni bis September wurde kein Altfuchs mehr in einem Bau angetroffen.

Nach Beobachtungen verbringen Füchse im Winter nur kurze Ruhephasen im Bau. Für längere Ruhezeiten werden andere Plätze aufgesucht.

Während der Aufzuchtzeit ruhten die Fähen unabhängig vom Wetter hauptsächlich im Bau. Die Daten aus dem Winter lassen jedoch einen Zusammenhang   zwischen der herrschenden Witterung und der Wahl des Ruheplatzes erkennen. Baue wurden hauptsächlich bei nasskaltem Wetter  benutzt.  Dagegen wählten  die  Füchse  bei Schneefall mehrheitlich   oberirdische Verstecke. Die Jägerregel, die besagt, dass ein Fuchs mit nassem Balg nicht in einen Bau gehe, wurde geprüft und verworfen. Bei mindestens 7 von 14 festgestellten  Ruhephasen,  die Füchse bei schlechtem Wetter  im  Bau  verbrachten, muss der betreffende Fuchs vorher nass gewesen sein.

  

Benutzung verschiedener Baue:

Alle markierten Füchse hatten einen bevorzugten Bau. Bei den Fähen handelte es sich dabei um den Mutterbau.

 

Der Bau als Zufluchtsort:

Um die Bedeutung des Baues als Zufluchtsort nach einer Störung zu ermitteln, wurden mit den markierten Füchsen Experimente durchgeführt. Dabei stellte man den Aufenthaltsort des ruhenden Tieres fest und näherte mich anschließend, normal marschierend, von derjenigen Seite dem Fuchs, die dem nächstgelegenen Bau entgegengesetzt war. Nachdem der Fuchs geflüchtet und neuerdings in Ruhe war, wurde wiederum der Aufenthaltsort festgestellt. Außerdem wurden weitere Umstände abgeklärt, wie:

Fluchtdistanz, Dauer und Länge der Flucht, Wetter und Zeit.

Bei Altfüchsen wurden 55, bei Jungfüchsen 43 Fluchten absichtlich ausgelöst, nachdem ihr Ruheplatz festgestellt worden war. Nur zweimal floh ein Altfuchs in einen Bau und vier mal ein Jungfuchs. Mehrheitlich wurden  oberirdische Verstecke aufgesucht.

Im Winter wurde einmal zufällig ein direkt am Bau schlafender Fuchs geweckt, der darauf vom Bau weg floh. Die nächste Röhre hatte sich in einer Entfernung von etwa 1 Meter befunden. Es wurde der Fährte dieses Fuchses gefolgt  und er wurde vor dem Eingang eines anderen Baues liegend, in 70 Meter Entfernung gefunden. Wieder aufgeschreckt, floh er wieder  nicht in den Bau, sondern in eine nahe gelegene Dickung.

   

Bedeutung des Baues für die Welpen:

Bei fast allen Vertretern der Hundeartigen und den meisten anderen Raubtierarten verbringen die Jungtiere ihre ersten Lebenswochen in einem Bau. Die im Vergleich zu anderen Säugetieren relativ unentwickelt geborenen Jungtiere scheinen dieses Schutzes aus verschiedenen Gründen zu bedürfen. Fuchswelpen werden im Vorfrühling geboren und können erst in einem Alter von ungefähr 3 Wochen ihre Körpertemperatur selbst ausreichend regulieren. Solange sie von der Mutter gewärmt werden, könnten sie vermutlich auch außerhalb des Baues überleben. Eine Schlechtwetterperiode würde aber den sicheren Erfrierungstod bedeuten, wenn sie mit nassem Fell nur kurz alleine gelassen würden. Die Enge des Baues bietet zudem Gewähr, dass die Welpen trotz der noch wenig entwickelten Sinne den wärmenden Knäuel der Geschwister finden. Sind sie etwas älter, verhindert der Bau das Verlorengehen, wenn die Fähe abwesend ist.

Einen gewichtigen Nachteil bietet Baubenutzung zweifellos im Zusammenhang mit den Bestrebungen zur Reduktion der Fuchsbestände durch Baujagd und Baubegasung. Ob nun Tollwutprophylaxe oder Niederwildhege das Motiv seien, am wirkungsvollsten lassen sich Füchse in ihrer Jugend am Bau töten. Mit fortschreitendem Alter der Welpen nimmt dieses Risiko zu, weil die Wahrscheinlichkeit steigt, dass der Mutter-Bau entdeckt wird gefährlich wird es von dem Zeitpunkt an, an dem ein Spielplatz vor dem Bau das Geheck verrät. Zu einem bestimmten Zeitpunkt beginnen die Nachteile der Baubenutzung zu überwiegen, und genau in diesem  Moment  verlassen Jungfüchse dem Bau.                                                                                                                                                                      

Bedeutung des Baues für Altfüchse:

Setzt man alle Befunde über die Fuchsbaubenutzung zueinander in Beziehung, entsteht folgendes Bild: Ein Bau als Ruheplatz bietet dem Fuchs Schutz vor Witterung, vor Feinden und Störungen. Nasskaltem Wetter weicht das Tier in den Bau aus und schützt sich so vor Auskühlung. Kälteschutz braucht ein erwachsener Fuchs bei trockenem Wetter kaum, da sein Pelz hervorragend isoliert. Bei Nässe geht die Isolationswirkung jedoch weitgehend verloren.

Schutz vor Feinden, seien es nun Jäger auf der Treibjagd oder größere Raubtiere, findet der Fuchs ebenfalls im Bau, es sei denn, oberirdisch stünden ihm ebenfalls geeignete Deckungsmöglichkeiten zur Verfügung. In diesem Fall sucht er eher diese auf. Schutz vor Störungen muss gerade, in einem Gebiet, das der Naherholung dient gewährleistet sein. Hier ist  die Ausstattung des Lebensraumes entscheidend. Gibt es nur wenige oberirdische Versteckmöglichkeiten, schlüpft der Fuchs in einen Bau.

Die Faktoren, die das Ausmaß der Schutzvorteile steuern, verändern sich im Jahres-Verlauf: Nasskaltes Wetter ist im Winter am häufigsten. Wegen der unterschiedlichen Vegetationsdeckung stehen im Sommer wesentlich mehr gute oberirdische Verstecke zur Verfügung als im Winter, wobei besonders Getreidefelder hervorragend vor Störung durch den Menschen schützen. Diese Veränderungen bewirken, dass der Schutzvorteil eines Baues im Sommer sehr gering werden kann.

Wenn Baue selten oder örtlich konzentriert, andere Verstecke aber reichlich vorhanden sind, bedeutet Baubenutzung Belastung durch längere Wege. Dabei entstehen Nachteile, weniger durch den zusätzlichen Energiebedarf für das Laufen, als vielmehr durch den größeren Zeitaufwand. Sind Fähen durch Welpen an ihren Bau gebunden, suchen sie weit entfernte Teile des Streifgebietes nicht mehr auf. Regelmäßige Benutzung eines bestimmten Baues schränkt einen Fuchs wesentlich in seiner Bewegungsfreiheit ein.

 

Was spricht  nun gegen eine dauernde Baubenutzung, bzw. welche Bedingungen müssten dafür erfüllt sein?

Hier spielt die Qualität des Lebensraumes und die Verteilung von Nahrungsquellen eine große Rolle. Ist das Angebot an geeigneten Bauen groß und sind sie mehr oder weniger gleichmäßig im Gebiet verteilt, werden sie von Füchsen häufiger benutzt. Dem entgegen wirkt jedoch das Angebot und die Verteilung von oberirdischen Verstecken, die bei vielen Gelegenheiten eher aufgesucht werden als der Bau. Des weiteren ist das Nahrungsangebot und seine Verteilung im Lebensraum eines Fuchses zu berücksichtigen. Denn dies bestimmt die Größe des Streifgebietes des Tieres mit. Fallen die Nahrungsquellen nur gehäuft in bestimmten Gebieten an, ist natürlich ein Bau, der weit davon entfernt liegt, als dauernder Aufenthaltsort schlecht geeignet. Die täglichen Wege zwischen dem Bau als Ruheplatz und dem Nahrungsplatz sind zu weit. Der Fuchs spart also Zeit, wenn er Ruheplätze in der Nähe des Nahrungsplatzes, in guter Deckung über der Erde aufsucht und den Bau nur gelegentlich benutzt, z.b. bei nasskaltem Wetter. Das Risiko, am Bau getötet zu werden, hängt unter anderem wesentlich davon ab, wie regelmäßig ein bestimmter Bau benutzt wird. Falls das Bauangebot dies zulässt, können Füchse durch unregelmäßiges Benutzen vieler verschiedener Baue den Jagddruck mindern.


                                                     

 

 

     

Die Fuchsbaue wurden zur Kontrolle an der Röhre mit einem Stock versehen.
Benutzte Baue wurden daran erkannt, das die Stöcker umgefallen waren.

Diese Methode dürfte sehr ungenau sein. Jeder Bau der mit einem Sticker versehen wird,
wird erheblich weniger angenommen.
                              

 

 

 

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