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Deckt man den Kunstbau (Siemsen)
mit Teerpappe ab, um die kleinen Rillen zusätzlich zu verstopfen? Oder
führt das auch schon zu Schwitzwasser?
Braucht keine Teerpappe sein, Siloplan reicht auch,
schadet aber nicht. Schwitzwasser gibt es sehr selten im Kunstbau und
wird aus meiner
Sicht völlig überschätzt, geistert aber in fast
allen Publikationen. Einer hat es erzählt, andere erzählen es nach
ohne jemals
eigene Erfahrungen zu haben. Der Gedanke kommt sicher
von Jungfüchsen, wenn die im Bau sind, tropft alles, bei denen lässt
es sich
auch nicht vermeiden.
Wie stark muss das Gefälle sein?
Liegt der Bau sehr trocken,
z.B. in einem Wall, brauche ich kaum oder kein Gefälle. Rechne ich
damit, dass mal Wasser rein läuft, muss es ablaufen
können. Ich lege deshalb
unter jedes Rohrsystem eine Dachlatte, damit der Abfluss keine Wellen
aufzeigt. Auch wenn die Latte auf Dauer verrottet,
ist es erst mal gerade und
später versackt eigentlich selten etwas.
Wenn ich die Frage nicht
ganz konkret behandle, liegt es daran, dass ich den Bau vor Ort nicht
kenne. Ist es völlig egal, ob der Ausgang 50 cm tiefer
liegt oder nicht, wenn zum
Beispiel das Grundwasser keine Rolle spielt, werde ich durchaus auf 10
Meter bis zu einem Meter Gefälle einbauen.
Isoliert man den Kessel an den Seiten mit
Styropor?
Muss kein Nachteil sein.
Ich keine keinen solchen Bau und kann nicht sagen, ob er besser oder
schlechter angenommen wird.
Reichen 7,91-Meter-Röhrenlänge bei der
kürzeren Röhre, oder legt man besser noch ein Stück überirdisch dran?
Bei 20 er Rohrdurchmesser
oder auch bei den Sechsecksteinen würde ich es fast so lassen. Kann
ich noch 2 Meter dransetzen und das der Umgebung
angepasst verblenden, ist
es besser.
Macht man ein Laufbett aus Sand in die Röhren
rein, oder verflüchtigt sich das ohnehin wieder
ruck-zuck?
So ist es. Sand hilft nur,
den Rohrdurchmesser z.B. bei 25er oder 30er Rohren zu
verringern, was aus meiner Sicht da auch dringend notwendig ist.
In diese Rohre
lege ich aber erst zwei Holzlatten oder gerade Äste rein und
fülle dann mit Sand auf. Dann bleibt der Sand drinnen.
Baut man in den
Siemsenkessel jetzt auch eine
Nase? Oder wird der dadurch zu klein?
Ich habe den an vielen
Stellen. Bis jetzt ist es ohne Probleme gelaufen, ich würde es so
lassen.
Ich habe bestimmt noch Fragen die aufgetaucht
sind vergessen. Wäre wirklich gut einen erfahrenen Baujäger dabei zu
haben.
Hol Dir aber keine zwei,
jeder wird es noch etwas anders wissen. Tatsächlich liegen die
Antworten aber bei Baujägern, die viele Kunstbauten
schon lange bearbeiten,
nicht weit auseinander. Die Betonung liegt auf viele und lange, da
sollte man nachfragen!
Ich habe ja noch einen Bau auf dem Hof stehen.
Allerdings wollen meine Mitjäger jetzt erstmal schauen, ob sich das
auch lohnt... :?
Ist ganz üblich. Habe ich
Erfolg, werden weitere eingebaut, bleibt er aus, vergammeln sogar die
alten.
Ein anderer Bau ist auf einmal seit 2 Jahren
nicht mehr angenommen.
Ich habe den Kessel aufgemacht. Da war nichts
drin. Ein Knochen lag da rum und das war es eigentlich auch schon.
Habe jetzt Sand reingefüllt. Ob die Röhren irgendwo verschoben/zu
sind, kann ich nicht feststellen.
Von beiden Seiten komme ich mit
einem Schlauch so ca. 3 Meter rein, dann verharkt es sich irgendwo.
Aber an sich ist die Erde hier so starr, dass sich da nichts
verschieben oder reinrieseln kann.
Hund in den Kessel setzen,
Deckel zu, kommt er raus, alles ok.
Seit zwei Jahren nicht
angekommen, da würde ich den letzten Absatz im Artikel,
Pflege
der Kunstbauten noch mal lesen.
Das Kesselaufmachen war eine ziemliche Arbeit.
Es waren nur ca. 40 cm. an der höheren Hangkante, aber wieder diese
Tonerde, du verstehst?
Jetzt frage ich mich, ob ich den Schacht
bis zum Kessel mit Pferdemist zumache.
Das gräbt sich im Zweifel deutlich leichter
oder fließt mir dann das Wasser genau in den Schacht?
Ob Pferdemist sich nach
zwei Jahren noch leichter gräbt?
Dass Wasser dann leichter
reinläuft, ist sicher zu befürchten!
Gelber Sand ist erheblich
besser und auf dem Kessel ein kleiner Hügel, damit es zur Seite
abläuft.
Notfalls 10 cm unter der
Oberfläche ein Stück Plastikplane.
Ich baue heute keine Kessel
mehr ein, die tiefer als 15-30 cm unter der Oberfläche liegen.
Also der Kessel beim
Siemsen
Bau scheint mir ziemlich klein. Dachte, dass das Modell aber von
Praktikern geprüft wurde, ehe es in die Produktion geht.
Wiederum soll ein kleinerer Kessel Vorteile bei der Arbeit des
Bauhundes haben. Nachteil wäre diesbezüglich, dass der Kessel 4-eckig
ist.
Was sagen die Praktiker dazu?
Ist mir auch eher zu klein, geht aber.
Beide Ausgänge genau nebeneinander halte ich für falsch.
Beim Einbau der Röhrensegmente
ließen wir öfters nach den örtlichen Gegebenheiten (z.B. Bäume,
Windrichtung) die Röhren am Eingang in Krümmungen auslaufen. Gibt es
da Nachteile, dahingehend, dass der Fuchs nicht mit "Speed"
aus dem Bau springt?
Aus jedem Bau springen Füchse, mal schnell, mal langsam, mal überhaupt
nicht.
Dass es einen
Unterschied gibt, ob die Röhre in Krümmungen liegt, konnte ich nicht
feststellen.
Nicht gut sind
jedoch starke Winkel, z.B. 90 Grad.
Ist
die Hauptwindrichtung entscheidend für die Lage der Eingänge?
Eher weniger, es ist aber sicher gut, wenn er windgeschützt
liegt und der Fuchs sich da in die Sonne legen kann, macht er gerne.
Wir legen auf den Kesselboden
eine kleine Holzplatte (aus den Brettern der Transportpalette), damit
der Fuchs nicht auf dem kalten Beton liegt. Habe ich mal irgendwo
gelesen. Ist das richtig?
Von der Wärme her bestens. Aber das Holz vergammelt schnell und ist
dann nur noch Matsch. Es sei denn, es ist Hartholz.
Ich habe schon Eichenbretter schnell im Bau verrotten sehen, Bongossi
ist allerdings gut. Das schneiden aber nicht einfach.
Wie ist der Kunstbau Modell
Siemsen
im Vergleich zu anderen Herstellern zu werten?
Die Sechseckrohre sind aus meiner Sicht das beste auf dem Markt, nur
die gleiche Form aus Halbschalen ist noch eine Spur besser.
Der Kessel ist nicht das gelbe vom Ei, ich habe aber schon viele
Füchse darin gehabt.
Tonne
und den Dräinagerohren wäre in meinem Fall wohl am besten geeignet,
nun meine Frage, welche Größe sollte das Fass haben?
Ich habe schon die Maurerkübel verwendet. Gut
ist das aber nicht. Nur wenn sehr wenig Abdeckung darüber ist, sackt
der auf Dauer nicht ein.
Ich würde bei einem runden Kübel 60-80 cm
Durchmesser und 60 cm Höhe versuchen zu haben.
Größer ist etwas besser, wenn die Stabilität
ausreicht.
Für den Kessel habe ich an Kanalschachtringe gedacht. Welchen
Innendurchmesser und welche Höhe empfehlst du.
Eine
klare Aussage kann ich auch nicht machen. Auch ein liegendes
Betonrohr, 30 cm Innendurchmesser wird durchaus als Kessel angenommen.
Ich
würde aber bei einem Ring 80-100 cm Durchmesser und eine Höhe von
50-80 cm bevorzugen.
Es
gibt verschiedene Größen und Durchmesser dieser Dränrohre, was ist das
Beste?
Eigentlich kommen nur 20er in Frage, mit einem
Innendurchmesser von 18,5 cm.
Achtung nicht alle Bauhunde passen da durch.
Bei den Dränrohren würde ich die Länge nicht
über 8 Meter machen. Wir haben einige bis 16 Meter, 20 Meter und 25
Meter.
Der Erfolg war in allen schlecht.
Bei der Länge von 8-10 Metern war kein
Nachteil zu den Betonrohren oder Sechsecksteinen festzustellen.
Abgesehen davon, dass Füchse über 8 kg diese
Bauten bei mir noch nicht angenommen haben, diese sind aber auch nur
sehr selten.
Gefühlsmäßig und von der Haltbarkeit bevorzuge
ich Beton.
Gehen
auch normale Plastikrohre?
Oft wird wegen der Glätte davon abgeraten. Es
wurden auch nur selten solche Rohre eingebaut.
Ich arbeite zwei dieser Bauten und kann nichts
Negatives dazu sagen. Die Rohre waren von Betonmischern aussortiert
worden.
Da gibt es sie oft umsonst. Das Gute, sie sind
innen etwas angeraut.
Haben Sie Erfahrungen mit
Kunstbauen, die nicht eingegraben wurden? Also nur oberirdisch verlegt
und dann mit Stroh, Getrüpp etc. abgedeckt? Hätte da nämlich ein gutes
Plätzchen im Revier, das Eingraben wird dort jedoch nicht
funktionieren, daher meine Frage.
Oberirdisch
verlegt ist überhaupt kein Problem. Wenn es geht, würde ich sogar den
Bau auf Paletten oder etwas Sand verlegen,
damit er auf
jeden Fall trocken bleibt.
Wichtig ist
jedoch, dass die Abdeckung kein Licht in den Bau durchlässt.
Das ist mit
Stroh, Gestrüpp eventuell schwer. Eine kleine Erdschicht 10-20 cm ist
da eventuell besser.
Abdecken
der Rohre und des Kessels der oberirdisch verlegt wurde, könnte Kuh-
oder Pferdemist die Annahme verbessern?
Ist aus meiner Sicht eher schlecht. Es
verrottet schnell, viel bleibt nicht übrig. Das Wasser bleibt länger
drin, es ist feuchter.
Etwas Sickerwasser findet so noch leichter den
Weg ins Innere der Rohre.
Der Bau
soll wegen des Wassers oberirdisch verlegt werden und in den
bestandenen Bewuchs integriert werden.
Was benutzen wir am besten zum bedecken? Stroh und Mist lehnen Sie ja
ab.
Allerdings sind um einen Wall über den Bau zu errichten schon einige
Mengen Erde von Nöten, oder. Wie verschließe ich die 6 Eck Steine?
Ich würde über die Sechsecksteine eine
Plastikplane, bei jedem Landwirt umsonst zubekommen, legen. Die Plane
nicht doppelt.
Der Grund, manchmal muss ich das Rohr öffnen.
Zwei Schichten oder drei sind dann schwer durchzuschneiden oder
abzureisen.
Wer es mal gemacht hat weiß wovon ich spreche.
Dann kann ich auch Mist, Heuballen aufgemacht
nehmen. und eventuell das Ganze mit ein paar Sträuchern abdecken.
Der Bau wird gleich gut angenommen, wie mit
Erde bedeckt.
Nachteil, muss ich ran, ist Sträucher, Heu
oder Stroh wegräumen erheblich aufwendiger als Sand wegzuschieppen.
Was ist
mit Getreide im Kessel, eventuell will ich das mit einem Rohr
reinleiten um Mäuse anzulocken.
Einmal schlieft mein Hund
ein und aus allen Ritzen rennen die Mäuse weg. Fuchs war deshalb aber
nicht drin.
Ich selber habe lieber
keine Krümel oder Schnitzel im Bett. Ob es dem Fuchs auch so geht???
Viele haben zu Anfang
Getreide in den Bau getan, dass dieser besser angenommen wurde, konnte
ich nicht feststellen.
Andere haben auch schon ein
Kaninchen reingesetzt. Ist rechtlich klar verboten!
Da war aber ein Erfolg eher
da, auch wenn das Kaninchen nach einem Tag wieder raus genommen wurde.
Ich war mir nicht
sicher, ob der verbleibende Geruch geholfen hat oder das der Bau
einfach mal wieder von allen Spinnweben befreit ist.
Jetzt
habe ich dabei ein kleines Problem und das ist die Weiche, also
der Übergang von 2 auf 1 Rohr. Um so eine Weiche zu erstellen
müsste ich wohl erst eine Verschalung erstellen und dann selber
mit Beton ausgießen. Bevor ich mir die Arbeit mache würde ich
gerne noch Ihre Meinung zu der folgenden Idee hören: Wie wäre
es, wenn ich den kompletten Übergang mit Drainagerohren (inkl.
Verzweigung) erstelle und den Rest aus Beton? Hätte das irgendwelche
Auswirkungen auf die Annahme, wenn zwei verschiedene Materialien
verbaut werden? Wie ist da Ihre Einschätzung?
Die meisten bleiben beim gleichen Material. Ich kann es nicht
beantworten, da ich solche Bauten nicht habe.
Würde am ehesten sagen, macht vielleicht etwas
aus, aber wenig.
Übrigens interessant, dass Du die 20er-Rohre für besser geeignet
hältst. Unser Hundemann hier (führt 3 JR-Terrier),
fordert i. d. R. 25er Rohre und hält 30er für noch geeigneter.
Teilweise haben
wir 30er zugemacht, um auf 20er zu kommen.
Ist eine Frage,
wie viele Füchse da sind, ist die Anzahl hoch, gehen sie in fast jeden
Bau.
Habe ich ein
30er Rohr, muss aus meiner Sicht der Zulauf länger sein, 12-14 Meter
ist durchaus anzustreben.
Bei 20er ist
8-10 Meter ausreichend. Nehme ich PVC, die innen 18,5 sind, ist eine
Länge über 10 Meter eher negativ.
Wirklich sagen,
was ist besser, ist schwer. Dazu müsste ich in 50 Revieren jedes Mal
zwei nebeneinander bauen,
um eine
statistische Wahrscheinlichkeit zu erhalten. Auf der anderen Seite
sind Aussagen,
die sich auf
fünf bekannte Bauten beziehen, wenig aussagekräftig.
Klar ist auch,
dass DJT eher größere Durchmesser brauchen als Teckel.
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